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Schulsozialarbeit


Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Arbeitsbereiche deckt die Schulsozialarbeit Wettingen ab ?Nach oben
Unsere Arbeit lässt sich in drei ineinanderfliessende Bereiche unterteilen:

Behandlung / Intervention
Behandlung hat die Intension, bestehende Probleme zu bearbeiten. Schulsozialarbeit berät SchülerInnen, die - aus welchen Gründen auch immer - persönliche oder soziale Probleme haben und/oder die möglicherweise deshalb den Unterricht stören. Sie coacht die Lehrpersonen und die Eltern bezüglich des Umgangs mit diesen Kindern und Jugendlichen und unterstützt sie bei der Lösungsfindung.

Prävention
Prävention ist bestrebt, die relevanten Schutzfaktoren zu stärken. Angesichts der immer deutlicher nachgewiesenen Relevanz von sozialen Einflussfaktoren auf die psychische Gesundheit der SchülerInnen ist klar, dass sich nachhaltige Prävention nicht nur auf Informationslektionen zu Suchtmitteln und Gefahren beschränken kann. Prävention heisst immer auch Arbeit an den sozialen Strukturen des betreffenden Systems. In der Prävention wird erkannt, welche Fähigkeiten bereits da sind oder welche erlernt werden müssten, um Herausforderungen oder schwierige Situationen besser zu meistern. Die Prävention liegt in Wettingen im Verantwortungsbereich der Schule. Die Schulsozialarbeit leistet einen beratenden Beitrag zum gemeinsamen Auftrag Prävention mittels Zusammenarbeit zwischen Fachstellen und schulischen Bezugspersonen.

Früherkennung
Schulsozialarbeit fördert und gestaltet Kommunikationsprozesse mit. Über Kommunikation ist eine funktionierende Früherkennung möglich. Mit gelingender Kommunikation kann die Schule die gesundheitsfördernde Umgebung darstellen, welche die Kinder und Jugendlichen für Ihre Entwicklung brauchen. Früherkennung ist die Kommunikation an der Schnittstelle zwischen vorhandenen Ressourcen, die im vernetzten systemischen Sinne erkannt und weiterentwickelt werden und möglichen Problemen, die aus einer Situation entstehen könnten mit dem Resultat Fertigkeiten für Krisen entwickeln zu können.

Durch die gelingende Früherkennung kommt die Unterstützung somit eher früher als später und die Schulsozialarbeit ist klar weg vom Label der „Reparaturwerkstatt“.

Früherkennung geschieht in den bereits vorhandenen Gefässen, wie Tür- und Angelgesprächen, Teamkonferenzen, Themenkonferenzen und Praxisberatungen, in denen Beobachtungen ausgetauscht werden. Früherkennung setzt eine Kooperation voraus sowie eine intensive Zusammenarbeit mit Schulleitung, Lehrpersonen, Eltern, Behörden und Fachstellen.
Wie ist die Arbeitsweise der Schulsozialarbeit Wettingen ?Nach oben
Die Schulsozialarbeit (SSA) Wettingen versteht sich als eine neutrale Beratungsstelle im System Schule. Das heisst, wir bieten allen Beteiligten dieses Systems Schülerinnen und Schülern, Eltern, Lehrpersonen und Schulleitungen) niederschwellige Beratungen bezüglich des Umgangs mit sozialen oder persönlichen Themen an. Die Neutralität ist dadurch gewährleistet, dass die SSA Wettingen von der Gemeinde getragen wird und nicht den Schulleitungen unterstellt ist. Somit ist eine Aussenperspektive gewährleistet. Diese ist für unsere Arbeit elementar wichtig, vor allem wenn sie darauf abzielt, die Verantwortlichen im System (Eltern, Lehrpersonen, Schulleitungen) in eine gemeinschaftliche Kooperation zum Wohle der Schülerinnen und Schüler zu bringen. Auch für unsere Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern ist diese Neutralität wichtig, damit sie uns als Beratungsperson wahrnehmen und eben nicht als weitere Erziehungs- oder Disziplinarinstanz.

Die Grundlage unserer Beratungstätigkeit bildet eine systemisch-lösungsorientierte Haltung. Da zwischen Schulleitung, Lehrpersonen, Klassen, einzelnen Schülerinnen und Schülern und Eltern Wechselwirkungen bestehen, hält die SSA Wettingen es für nützlich, Probleme in ihren systemischen Zusammenhängen zu betrachten und problematische Verhaltensweisen als Lösungsversuche anzuerkennen. Wir machen daher auch keine isolierte Problemanalyse (nach dem Motto: Wer ist schuld?) und keine isolierte Problembehandlungen im Sinne einer „Reparaturwerkstatt“. Wir finden es stattdessen hilfreicher, vernetzt Lösungsstrategien zu erarbeiten und gemeinsam mit den Verantwortlichen zu überlegen, was wo wie beeinflusst werden kann, damit positive Entwicklungen möglich werden.

Wir bauen dabei auf bereits vorhandene Stärken auf, suchen, finden und/oder entwickeln gemeinsam mit den Beteiligten neue Kompetenzen und nutzen dieses „Ressourcenpaket“ für die Ermöglichung stimmiger Lösungen. Durch systemisch-lösungsorientierte Methoden versuchen wir neue Perspektiven einzuführen, die hinderliche Muster unterbrechen, neue Wahlmöglichkeiten schaffen und damit die Anwendung förderlicher oder neuer Muster begünstigen.

Mit dieser Haltung als Grundlage können persönliche Stärken auf allen Ebenen gefördert werden, Lösungen werden gemeinsam im System gefunden, Perspektivenvielfalt entsteht und kann nutzbar gemacht werden und gelebte Teamarbeit unter den Erwachsenen beeinflusst auch das Schülerverhalten positiv. Letztlich stellt eine solche Haltung, wenn sie sich auch innerhalb des Systems Schule verbreitet, bei zu noch eine Burnoutprophylaxe für Eltern und Lehrpersonen dar.
Wo finde ich weiterführende Angebote zur Schulsozialarbeit ?Nach oben
Weiterführende Angebote finden sie hier.
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