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Filmtipp 15/2017: Frantz. Historisches Drama von François Ozon

Frantz
historisches Drama von François Ozon
Mandarin, 2016



Quedlinburg, Deutschland, 1919: Anna trauert am Grabe ihres in Frankreich gefallenen Verlobten Frantz. Da taucht wiederholte Male ein junger Unbekannter auf dem Friedhof auf, der offensichtlich auch um den toten Frantz trauert. Er entpuppt sich als der Franzose Adrien, und seine Anwesenheit in der deutschen Kleinstadt löst die widersprüchlichsten Gefühle aus: Schuld und Sühne, Hass und Versöhnung, Verzweiflung und Neuanfang.

Sehr bald merkt der Zuschauer, dass sich hinter der mühsam aufrecht erhaltenen Fassade des jungen Franzosen Adrien ein tragisches und doch so symptomatisches Kriegsschicksal verbirgt, das einen zutiefst berührt und das “telquel“ auf aktuelle Kriegsschauplätze übertragen werden könnte.

Dem Erfolgsregisseur François Ozon ist mit seinem neusten Film zweifelsohne ein Meisterwerk gelungen. In eindrücklichen schwarz-weiss Bildern (die stellenweise farbig werden) und mit einer ruhigen, aber subtilen Kameraführung zeichnet er ein erschütterndes Bild des Ersten Weltkrieges: Er brandmarkt die Sinnlosigkeit des Krieges, angezettelt von den Vätern, die ihre Söhne in den Krieg schicken und bei Kriegsende die Toten beklagen. Ob Feind oder Freund, ob Deutschland oder Frankreich: Der Krieg fordert auf beiden Seiten die gleichen Opfer und Entbehrungen und entfacht dasselbe Leid.

Der Film verleiht dem Krieg ein sehr menschliches Antlitz, dies nicht zuletzt auch dank den ausdrucksstarken Schauspielern, die den verschiedenen Charakteren eine grosse Glaubwürdigkeit verleihen.
Frantz
 

Datum der Mitteilung 13. Apr. 2017


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