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Postulat Peter Häfliger betreffend Prüfung eines Ausbaus von Electronic Government

Nummer
2001-1454
Geschäftsart
Postulat
Datum
17. Mai 2001
Verfasser/Beteiligte
Peter Häfliger (Verfasser/in)
Beschreibung
Anlässlich der Einwohnerratssitzung vom 17. Mai 2001 hat Peter Häfliger folgendes Postulat eingereicht:

Der Gemeinderat wird eingeladen, die vermehrte Verwendung moderner Informations- und Kommunikationstechnologien innerhalb der Verwaltung und in der Interaktion mit den Bürgerinnen und Bürgern und einen Ausbau der entsprechenden Infrastruktur zu prüfen.

Im Besonderen sind folgende Punkte zu prüfen:

  • Wie können moderne Informationstechnologien innerhalb der Verwaltung und in der politischen Arbeit angewandt werden, z.B. in der elektronischen Dokumentenverwaltung und -archivierung, mit dem Ziel der papierlosen Geschäftsabwicklung?

  • Wie können Informations- und Kommunikationstechnologien in der Interaktion mit den Kundinnen und Kunden der Verwaltung - den Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde - angewandt werden, mit dem Ziel der Errichtung von elektronischen Schaltern und der Einführung der elektronischen Abstimmung?

  • In welcher Weise wird der Einsatz dieser Technologien die traditionellen Geschäftsabläufe beeinflussen und in welchem Ausmass müssen diese Abläufe an die neuen Technologien angepasst werden (sog. Business Process Reengineering)?

  • Wie eng kann in der Entwicklung dieser Systeme und beim Aufbau der entsprechenden Infrastruktur mit dem Kanton und mit anderen Gemeinden, die alle in nächster Zeit vor ähnlichen Herausforderungen stehen werden, zusammengearbeitet werden?

  • Mit welchen lnvestitions- und Unterhaltskosten ist grob zu rechnen, und zu welchen jährlichen Einsparungen werden die optimierten Geschäftsabläufe führen?

  • Welches ist der Zeithorizont für die Einführung von elektronischen Schaltern bzw. elektronischer Abstimmung?

Begründung:
Die Homepage der Gemeinde Wettingen ist vorbildlich, was die Verwendung des Internets als elektronisches Nachschlagewerk und Anschlagbrett betrifft: Sie ist übersichtlich, umfassend und mehrheitlich konsistent (widerspruchsfrei). Neuere technische Entwicklungen ermöglichen aber Applikationen weit über diese Verwendung als einseitigen Kommunikationskanal hinaus. Momentan ist es in den meisten Fällen nötig, ein Formular per e-mail zu bestellen, worauf es einem dann per Post zugestellt wird. Dieser Ablauf verursacht Bearbeitungsaufwand in der Verwaltung.

Einige wenige Formulare kann man selbst im Word- oder pdf-Format herunterladen. Das eliminiert zwar bereits den Verwaltungsaufwand für die Formularbeschaffung, nicht aber bei der eigentlichen Geschäftsabwicklung. Vor allem jüngere Kundinnen und Kunden wollen das Formular online ausfüllen und abschicken können. Darauf kann es in der Verwaltung elektronisch bearbeitet und von Abteilung zu Abteilung weitergereicht werden. Es fällt kein Papier an. Solche Lösungen sind effizient: Sie befreien die Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter von langweiliger Routinearbeit und ersparen vor allem erwerbstätigen Bürgerinnen und Bürgern den zeitraubenden und oft unnötigen Gang ins Rathaus. Es fallen keine Papierdokumente mehr an, die die Umwelt belasten und auf ineffiziente Art und Weise von Amt zu Amt getragen werden müssen.

Zugehörige Objekte

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